Der 15. Würth-Preis für Europäische Literatur geht an den französischen Schriftsteller Hervé Le Tellier. Der Autor erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung der Stiftung Würth „für die Intensität, mit der er in seinem weitgespannten Werk Ausnahmezustände der menschlichen Existenz zur Sprache bringt und die Originalität, mit der er Formexperimente der modernen Literatur aufgreift und fortentwickelt“, würdigt die Jury. „Le Tellier ist ein Meister der Verknüpfung und Anspielung und des Spiels mit literarischen Genres.“
Ab dem 23. März 2026, 11.00 Uhr, können Sie sich hier zur Veranstaltung anmelden (Anmeldeschluss: 08.04.2026).
Foto: Francesca Mantovani © Editions Gallimard
Der mit 25.000 Euro dotierte Würth-Preis für Europäische Literatur wird alle zwei Jahre vergeben. Die mit diesem Preis verbundene Europa-Vorstellung ist weit gefasst. Sie meint vor allem kein kulturell begradigtes Europa. Vielmehr soll der Preis den Blick lenken auf ein vielstimmiges Europa der Übergänge und Zwischentöne, der Unterschiede und Vermischungen. Das Interesse gilt deshalb auch den Randzonen und Grenzbereichen europäischer Lebensformen und Wertvorstellungen, die aus dem Fundus unterschiedlicher Sprachen und Traditionen erwachsen. Auf diese Weise kann Europa als schützenswertes Ensemble verästelter Kulturen, als artenreiches „kulturelles Biotop” neu erscheinen.
Der Preis würdigt literarische Bemühungen um die kulturelle Vielfalt Europas. Er wird vor allem an Persönlichkeiten verliehen, die im Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen arbeiten, die sich mit europäischen Kulturtraditionen auseinandersetzen oder sich Problemen widmen, die in ihrem Land erst durch europäische Einflüsse entstanden sind. Ausgezeichnet werden also Autorinnen und Autoren, deren Werk und Leben Reflex dieser besonderen Kulturerfahrungen sind. Die literarische Gattung spielt dabei keine Rolle.
© Ufuk Arslan. Annie Ernaux wurde 2022 mit dem 13. Würth-Preis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Sie und einige weitere Preisträgerinnen und Preisträger erhielten nach dieser Auszeichnung auch den Nobelpreis für Literatur.
Das folgende Imagevideo vermittelt anhand der Preisverleihung 2024 Eindrücke vom Würth-Preis für Europäische Literatur, der an den irischen Schriftsteller Colm Tóibín verliehen wurde:
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Colm Tóibín, geboren 1955 in Enniscorthy, County Wexford, gilt als einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart, vielfach preisgekrönt.
Er erhält die Auszeichnung "für seine Kunst der Menschendarstellung in Roman und Erzählung sowie für die luziden Literaturinterpretationen seiner Essays und Vorlesungen."
Bei der feierlichen Verleihung am 04. Juni 2024 im Carmen Würth Forum in Künzelsau nahm der 69-jährige Schriftsteller den Preis unter großem Beifall von C. Sylvia Weber, Aufsichtsrätin der Stiftung Würth, sowie Johannes Schmalzl und Maria Würth, Mitglieder des Vorstands der Stiftung Würth, entgegen.
© Ufuk Arslan
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